Künstliche Intelligenz bietet große Chancen, wird aber in Deutschland und Europa bisher zögerlich umgesetzt. Risiken der KI werden diskutiert und sollen beispielsweise mit dem AI Act 2024 reduziert werden. Sehr wenig beachtet wird das Potenzial von KI zur Förderung von Wohlbefinden. Der Workshop fragt, wie Positive Psychologie helfen kann, KI so zu gestalten, dass sie Glück und Sinn im Leben und Arbeiten unterstützt.
Künstliche Intelligenz (KI) wird als Schlüsseltechnologie gesehen und ihr werden hoher Nutzen und große ökonomische Chancen zugeschrieben. Tatsächlich verläuft die Umsetzung in Unternehmen in Deutschland und Europa schleppend, und neben den Potenzialen werden umfassend auch mögliche Nachteile und Risiken diskutiert. Regulierungen wie der AI Act 2024/ 1689 sollen die Risiken von KI vermindern, was präventiv die Sicherheit der Nutzung und die Akzeptanz von KI erhöhen soll. Gleichzeitig werden allerdings positive Potenziale der KI zur Ressourcenförderung der Nutzenden und somit einer dem subjektiven Wohlbefinden zuträglichen Gestaltung derzeit wenig beachtet. Und dies, obwohl es bereits einen beachtlichen Umfang an Forschung zur Gestaltung digitaler Produkte für Wohlbefinden gibt. Zentrale Frage des Workshops ist daher, wie die Positive Psychologie zur Gestaltung von KI zu einem vom mehr Wohlbefinden geprägten und auf Glück und Sinnerleben ausgerichtetem Leben und Arbeiten beitragen kann. Diskutiert werden sollen Beiträge auch unterschiedlichen Disziplinen und Anwendungsfeldern von KI.
Aufruf zum Mitmachen
Der Halbtags-Workshop „KI und Wohlbefindenstechnologie als Utopie?“ stellt auf der Positiven Psychologie basierende Gestaltungsaspekte für Mensch-Computer-Interaktion in den Fokus, die Wohlbefinden, Glück und ein gutes Leben als zentrale Kriterien der Gestaltung definieren. Sie ergänzen an technologischer Innovation, Produktivität und Wertschöpfung orientierte Ansätze um eine werteorientierte Perspektive und laden zum Diskurs ein. Im Workshop werden aktuelle Entwicklungen präsentiert und daraus resultierende Chancen und Risiken für vielfältige Lebens- und Arbeitswelten diskutiert, die etwa von Fragen der Selbstoptimierung und Life-Domain-Balance bis hin zur Arbeitsgesundheit reichen. Ziel des Workshops ist, diverse Disziplinen und Perspektiven aus Forschung, Praxis und Gesellschaft zusammenzubringen und gemeinsam Forschungs- und Handlungsimpulse zum Themenfeld zu erarbeiten.
Dies kann von der Entwicklung technologischer Innovation bis hin zur Implementation in Alltagskontexten (z. B. Familie, Freizeit, Beruf) reichen. Der Workshop besteht aus 20-minütigen Impulsvorträgen, Gruppendiskussion mit Bevölkerungspanel und gemeinsamer Thesenentwicklung. Zur Teilnahme eingeladen sind Personen, die sich für Positive Psychologie und Mensch-Computer-Interaktion in Forschung und Praxis interessieren und dazu forschen oder arbeiten (wollen) und daher für vielfältige Fachdisziplinen offen. Akzeptierte Beitragsformate sind Short Papers (6 Seiten) und Full Papers (4000-9000 Wörter), die in Form von Impulsvorträgen vorgestellt werden können.
Für die Beitragseinreichung wird das ConfTool als Einreichungssystem verwendet, die akzeptierten Beiträge sollen in der GI Digital Library veröffentlicht werden, zusammen mit anderen angenommenen Beiträgen des Workshops. Es wird vorausgesetzt, dass mindestens ein*e Autor*in jedes akzeptierten Beitrags am Workshop teilnimmt und sich für mindestens einen Konferenztag registriert.
Ihre Ansprechpartner
Prof. Dr. Michael Burmester
- Hochschule der Medien
- Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability
- Mittelstand-Digital Zentrum Fokus Mensch
- Nobelstraße 10
- 70569 Stuttgart
- +49 711 8923-3101